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kapital-markt intern 47/01 vom 22.11.2001:
HAG: Führt die Spur der Wagner-Millionen nach Pakistan? Nicht
nur international gesuchte Top-Terroristen haben Pakistan als letzten
Zufluchtsort auserkoren. Auch die Familie des Hanseatische AG-Bankrotteurs
Günter Wagner scheint dort noch Geld zu parken, das von deutschen
Kleinanlegern stammt. Dies geht aus dem Zwischenbericht des
HAG-Konkursverwalters Dr. Gerd C. Weiland hervor. In Pakistan "befinden
sich erhebliche Geldmittel auf Konten, die auf den Namen der HAG lauten",
heißt es dort. Die Realisierung dieser Beträge, von mindestens 10 Mio. DM ist
die Rede, war laut Weiland bisher nicht möglich: "Dies hängt mit dem
Verhalten von Frau Karin Wagner zusammen, die seinerzeit für die
Gemeinschaftsschuldnerin (Die HAG, Anm. d. Red.) in Pakistan tätig war.
Sie hat offensichtlich rechtswidrige und rückdatierte Erklärungen gegenüber
den Banken abgegeben, wodurch die pakistanischen Gesellschaften begünstigt
werden." Die Anstrengungen Weilands, an dieses Geld heranzukommen, sind
jedoch bislang aufgrund der Unwägbarkeiten des pakistanischen Rechtssystems
nicht von Erfolg gekrönt worden. Auch sonst bieten die Zahlen keinen Grund zur
Freude: Vom astronomischen Gesamtbetrag der Forderungen von 1,2 Mrd. DM (vgl. 'k-mi'
18/98) sind vom Konkursverwalter bisher ca. 120 Mio. DM anerkannt worden. Der
derzeitige Massebestand im Verfahren beträgt jedoch lediglich ca. 20 Mio. DM.
Vor allem deshalb, wie aus dem Bericht hervorgeht, weil die
Kraftwerksbeteiligungen und Windkraftanlagen der HAG praktisch wertlos sind. Gegen
andere Wagner-Firmen wie die KT Kraftwerk und Gewerbebau GmbH/List und
die ABG Anlageberatungsgesellschaft Energie und Umwelt/Berlin sind nach
wie vor Zahlungsklagen in Millionenhöhe von Weiland anhängig. Bisherige
Vollstreckungsversuche gegen die Wagners in Deutschland blieben jedoch
erfolglos. So konnten bei der ABG-Nachfolgerin E & W Emissionshaus und
Wertpapiere GmbH/Berlin, die von Frank Wagner 'kontrolliert' wird
(vgl. die 'k-mi'-Warnung in 08/01), "keine pfändbaren Sachen
vorgefunden werden." Selbstredend, daß dies Frank Wagner nicht daran
hindert, mit immer neuen, aus dem Boden gestampften Angeboten (vgl. 'k-mi'
29, 51/00, 08/01) den Markt zu penetrieren. Frank Wagners Logistik zielt
jedoch vorerst darauf ab, die Insolvenz seiner E & W dadurch zu vermeiden,
daß er Weiland ein Angebot über eine "außergerichtliche Einigung auf
alle Ihre Forderungen" in Höhe von DM 600.000 gemacht hat. Damit
würde die Familienbande gut wegkommen, denn der Konkursverwalter hat in einer
Klage vor dem LG Hamburg einen Anspruch in Höhe von 56 Mio. DM
gegenüber Günter Wagner persönlich geltend gemacht. Letzterem geht es
immer mehr an den Kragen: Die Kanzlei Kärner Mattil & Kollegen/München
teilt uns aktuell mit, daß in der letzten Woche vor dem OLG München ein
Schadenersatzurteil gegen Günter Wagner ergangen ist, das von ihr für einen
HAG-Anleger erstritten wurde. Sobald die schriftliche Urteilsbegründung dieses
– für HAG-Anleger wichtigen – Urteils vorliegt, kann es in der Redaktion
als Service abgerufen werden.
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