DFI-gerlach-REPORT 25/03:

Wabag-Affäre: Hausbanker verurteilt

Das Amtsgericht München hat die früheren Vorstände der Raiffeisenbank Isartal eG, Peter Kugler und Franz-Josef Bromberger wegen Kapitalerhöhungsschwindel in Sachen Wirtschaftsanalyse und Beratungs AG (Wabag) aus Oberhaching bei München zu Geldstrafen verurteilt. Damit dürften sich die Chancen der Wabag-Anleger auf Entschädigung verbessern.

Das noch nicht rechtskräftige Urteil (Aktenzeichen 1125 Ds 311 Js 49944/01) erstritt die Rechtsanwältin Katja Fohrer von der Kanzlei Mattil Kärner & Kollegen aus München.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich die Vorstände der vormaligen Raiffeisenbank Dingharting bei den Kapitalerhöhungen der Wabag-Gruppe für falsch ausgestellte Bestätigungen verantworten müssen. Diese dienten der Vorlage beim Registergericht. Bei Kapitalerhöhungen der Wabag-Gesellschaften habe die Bank bestätigt, dass das Erhöhungskapital einbezahlt sei und der jeweilige Vorstand darüber frei verfügen könne. Tatsächlich sei dieses Kapital aber reines "Vorzeigegeld" und somit tatsächlich nie vorhanden gewesen.